DIY lesswaste Kerzenrecycling

Ein Osterwochenende wieder einmal allein daheim heißt Zeit für längst versprochene Content-Creation. Hier ist sie nun, die ‘Es waren einmal #christbaumkerzen, #kosmetiktiegel und #teelichtgläser Geschichte.

Was mich schon lange beschäftigt hat:

Kerzenreste

Mir wird jedes Jahr nach dem Advent und beim Christbaum abräumen ganz anders. Wohin mit dem Wachs? Vor vielen Jahren hatte ich dafür eine Gartenfackel bei Manufactum erstanden. Hat gut funktioniert, aber wollte nun mal auch immer gefüttert werden. Dafür hatte ich wieder zu wenig Wachsreste. Und irgendwann sah ich den #lifehack, dass man Wachs im Backrohr ganz leicht schmelzen kann. 

Denn: Wachs schmilzt schon ab 60 Grad Celcius.

Der ursprüngliche Tipp galt teuren Duftkerzengläsern, die man danach als Vase, Trinkglas oder Stiftehalter verwendet.

Klappt perfekt, wenn man in das Glas 2 Stück Küchenpapier legt, und auf dem Kuchengitter im gerade abkühlenden Rohr, nachdem man es verwendet hatte, einfach eine Stunde stehen läßt. Nach einer Stunde einfach Küchenpapier mit einer Zange herausnehmen, und im Restmüll entsorgen. Mit einem Zeitungspapier eventuell nachpolieren.

That‘s it!

Auch ganz toll bei Kerzenleuchtern.

Aber nun zu den Kerzenresten

Im Wasserbad schmelzen diese bei sehr niedrigen Temperaturen. Wenn ich also zu Hause festsitze, was neuerdings nicht so selten vorkommt, widme ich mich Kerzenresten am Herd. Ich habe mittlerweile ein altes MIlchtöpfchen (am Video gut zu sehen), das ich nur dafür verwende. Das ist praktisch, weil ich gleich hier die Kerzenstummel sammle. Und jedes Mal, nachdem Verwenden des Backrohrs, stelle ich das Töpfchen da hinein. So schmelzen die Rest schon ein bisschen vorab.

Bei mir fallen immer kleine Gläser an, die ich gut dafür verwenden kann. Auch Reste von kleinen Blumensträussen oder getrocknete Zitrusfrüchteschalen. Fängt man einmal an …

Natürlich fällt auch ein bisschen Mist an. Ich habe eine Arbeitsfläche aus Edelstahl. Das ist mit einem aufgelegten Stück Zeitungspapier unproblematisch. Aber auch im flüssigen Wachs werden wir einiges finden.

Den Docht auf keinen Fall wegwerfen! Den verwenden wir gleich, nachdem er abgekühlt ist wieder. Den Rest heben wir auf.

Sollte nun noch Schmutz im Wachs sein, kannst Du es entweder vorsichtig mit einer Messerspitze entfernen, oder großzügig darüber hinwegsehen. Es soll ja auch ein bisschen Spaß machen, und nicht Tage dauern. Obwohl, …

  • Die ersten Versuche im letzten Jahr hatten wegen des Umfallens des Dochtes nicht so gut geklappt. Ich verwende jetzt getrocknete LAvendeläste als Halter.
  • Zweiter Grund: Ich habe das Wachs nicht schichtweise abkühlen lassen. Dabei entstehen genau beim Docht Mulden, die ein ruhiges und gleichmäßiges Abbrennen verhindern.
  • 3. Das Verhältnis der Dochtstärke muss proportional zur Kerzenbreite abgestimmt werden. D.h. z.B., dass ein Christbaumkerzen-Docht maximal für eine Kerzenbreite von 4-5 cm verwendet werden kann.

Die Probleme habe ich nun gelöst. Es ist ein Zeitfaktor, und ständiges Experimentieren. Zum Glück muss ich damit nicht finanziell mein Leben bestreiten. Spannend sind die Erkenntnisse aber auch für den nächsten Kerzenkauf. Das sehe ich jetzt mit ganz anderen Augen.

Das Reel (= Kurzvideo 15-30 Sekunden mit gesponserter Musik) auf Instagram habe ich zum besseren Verständnis wie die Schichten aufgebaut sin, hochgeladen. Und Du siehst auch den Docht sehr gut.

https://www.instagram.com/reel/CNSlIFpFt57/

Im Zeitraffer denkt man natürlich nicht, dass dieser Prozess bis zu 2 Tage dauern kann, wenn man die Schichten wirklich gut sehen soll. Ich finde aber auf jeden Fall, dass das ein Super-Geschenke-DIY für nette Anlässe wie den kommenden Muttertag z.b. ist.

Schon veröffentlichte Fotos auf Instagram: