Zwischen Karfiol und Neujahrsgedanken

Beim Rückblick um den Jahreswechsel denke ich naturgemäß auch recht viel über meine Zeit auf der Gemüseparzelle nach. 2021 wird es meine siebte Saison als Sommergemüse-Selbstversorgerin im Westen Wiens auf den Hietzing Hills sein. 

Qualitativ hochwertiges Essen hatte für mich immer einen hohen Stellenwert. Aber erst als ich mit 30 zu kochen begonnen habe, wusste ich wirklich ein gutes Restaurant und frisch zubereitete saisonale Gerichte zu schätzen. Die Auseinandersetzung mit Lebensmitteln, deren Herkunft und ihre Auswirkungen, diese Themen beschäftigen mich sehr.

Was habe ich 2020 am Meisten vermisst?

Jemand, der für mich kocht. Aber auch die Wertschätzung, die ich mir bei kulinarischeren Reisen erlaube, indem ich mich in einem Michelin-Sterne-Restaurant zurück lehne, und alles genieße was rund um mich passiert, und mir serviert wird. 

Das wünsche ich mir von diesem Jahr wieder, neben einer guten Erntesaison. Die Möglichkeit gut auswärts zu essen, einfach mal #vanessakochtheutenicht zu sagen.

Und bis dahin genieße ich meine guten Kochbücher mit Geschichten von Menschen, die ähnlich denken wie ich, und heize meine Küche mit dem Backrohr, weil der Karfiol so noch genialer schmeckt als im Dampfgarer. Olivenöl, Fleur de Sel bei 200 Grad eine halbe Stunde, und am Ende ein paar Löffel feine Paradeissauce von der letzten Saison, und ein mit bisschen geriebenem Pecorino überbacken. 

#genialsimpleküche.