Ernteküche: Zucchini Pastete mit Faschiertem

Die Ernte-Saison 2020 geht dem Ende zu. Ein Gericht, das den vollen Geschmack des Sommers beinhaltet, und gut einzufrieren ist, wird mir den Abschied der #saisonsechs etwas versüßen.

Das Grundprinzip meiner Rezeptidee ist eine Mischung aus Auflauf, Lasagne und einer Hortopita, die berühmte Griechische Wildkräuter Pastete.

Ein luftig leichter Teig, der nicht schwer im Magen liegt, und auf keinen Fall vom Geschmack der Fülle ablenkt, ist für mich das um und auf. Die Wahl fällt also auf Filoteig, auch als Yufka oder Phyllo bekannt. Ich mache den Teig nicht selbst. Das ist mir den Aufwand nicht wert, weil es kaum zum Geschmack beiträgt, und preislich käme ich bei dem Zeitaufwand nie hin. Umso mehr lege ich wert auf die Qualität und den Geschmack des Olivenöls. Davon braucht man jede Menge, um die Auflauf- oder Pastetenform einzufetten, Schicht für Schicht jedes Teigblatt einzuölen, das Gemüse und Fleisch damit zu braten, und ein bitteres Öl würde die geschmackliche Intensität der Fülle komplett ruinieren.

Ich beginne mit der Wildtomaten-Fleischfülle.

2 Handvoll Wildtomaten (oder Cocktail-Paradeiser) schmoren, mit einer halben Zwiebel in Olivenöl und 300g faschiertes Rind (oder Lamm, gerne auch gemischt) gesellen sich bei mittlerer Temperatur dazu, bis keine Flüssigkeit von Fleisch oder Gemüse mehr vorhanden ist. Das kann schon eine Stunde dauern.

Die Zucchini Fülle

3-4 Zucchini von ca 20 cm Länge werden von den Enden befreit, längs geviertelt und die Kerne entfernt. Die bringen überhaupt keinen Geschmack und viel zu viel Flüssigkeit, die wir ja bei diesem Gericht vermeiden wollen, beziehungsweise weg reduzieren.

Hier kann man auch gut statt den kleinen, Riesen-Zucchini, die man die ganze Saison bestaunt, aber nie geerntet hat, verwenden.

Bei mir kommt jetzt meine Küchenmaschine, die sonst Karotten raspelt, zum Einsatz. In einer großen Pfanne mit Olivenöl werden die Zucchini-Schnipsel mit Salz und Pfeffer so lange angebraten bis der Pfannenboden trocken ist, und keine Flüssigkeit zu sehen ist.

Die Zubereitungszeit ist zugegebenermaßen bei diesem Gericht wirklich lange. Aber zum einen finde ich, dass es sich wirklich lohnt, und zum anderen wäre mein Tipp, die Pastete an einem Tag vorzubereiten, an dem Du sowieso zu Hause bist, und mit etwas langwierigem beschäftigt bist, und das ab und an nach einer Pause verlangt. Ob das nun ein Wasch- oder Bügeltag ist, Du an einem Konzept arbeitest, etwas Neues lernst, oder einfach Deine Kinder sonntags bespaßt. Außerdem ist es immer Oktober gefühlt eh immer zu kalt, und man heizt das Backrohr gleich viel lieber auf 170 Grad vor.

Vergiß bitte nicht die Pastete mit einem scharfen Steakmesser in Portionen zu schneiden , bevor sie 30 Minuten gebacken wird, und plane noch weitere 10 (besser 20) Minuten vor dem Servieren ein. Die Pastete braucht eine Weile bis sie Esstemperatur hat.

Dazu passt gut Kräuterrahm mit Zitrone, ein fruchtige Tomatensauce, und natürlich auch Hummus und vieles mehr.

2 Gedanken zu “Ernteküche: Zucchini Pastete mit Faschiertem

    1. Danke, Wolfgang. Prinzipiell verarbeite ich so fast alle Ernteüberschüsse, weil es im Winter immer wieder ein Highlight ist so ein Stück als Beilage an der Hand zu haben. Ich hab das Anschneiden ursprünglich bei süßen Rezepten gefunden wo die Gebäckstücke wirklich klein sind.

      Liken

Schmeckt Dir das? Ideen, Anregungen, Fragen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s