Erntetage: Pastinaken

Ab Anfang August ernte ich die ersten jungen Pastinakenwurzeln.

Dieses Wurzelgemüse habe ich viele Jahre viel zu wenig beachtet. Dabei kann man soviel damit machen, wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt. Beim Anbau ist gar nicht viel zu beachten, und ich hatte auch nicht wirklich mit Schädlingen zu kämpfen. Da man am Grün ganz gut erkennt, wann eine Wurzel soweit ist, ist das auch kein Thema, und egal wie groß die Pastinaken sind, es gibt immer eine Verwendung in der Küche für sie.

Klein gewürfelt ist es ein wirklich gesunder Tee für allerlei Wehwehchen.

Ich habe nicht lange herum gefackelt, und die Hälfte der Ernte praktisch sofort verarbeitet. Das ging buchstäblich in einem aufwaschen. Zu Hause einfach mit einem Bürst-Handschuh die Erde abgewaschen, Wurzeln halbiert oder längs geviertelt, und auf einem Blech mit Backpapier aufgelegt. Mit einer Marinade aus
  • Olivenöl
  • Ahornsirup
  • Salz und Pfeffer
bepinselt und im Ofen bei 180 Grad ca 25 Minuten gebraten.
Ein Teil wurde direkt gegessen, der Rest eingefroren. So kann ich nach Lust und Laune immer wieder Pastinaken zu einem Essen dazu einplanen.

Ein englischer Herbst-Klassiker und eine meiner neuen Herbst-Lieblings-Beilagen:

Mashed Parsnips. Das kannte ich bisher überhaupt nicht, und kann mich auch nicht erinnern, dass mir das in Wien auf einer Speisekarte untergekommen wäre. Aber das heißt auch wieder nicht viel, weil ich ja fast täglich selbst koche.

Das Rezept ist denkbar einfach, und die Zutaten alle bekannt, und schnell zur Hand.

Bürste oder schäle die Wurzel. Eventuell bei großen Exemplaren den dicken holzigen Kern herausschneiden, wenn überhaupt vorhanden. Das ist bei jungen Pastinaken nicht nötig. In 2-3cm große Stücke schneiden, und in ein Topf mit Wasser geben. Zum Kochen bringen und weich kochen.

Jetzt wird prinzipiell weiter wie Kartoffelpüree zubereitet.

Wasser abseihen, Wurzelgemüse zerstampfen, und mit folgenden Zutaten verrühren:

50 ml Leicht-Milch, oder Milchersatz

2 EL Olivenöl

Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer es gerne cremig mag nimmt jetzt den Pürierstab zur Hand.

Zum Schluss mit dem Saft von einer halben Zitrone abschmecken.