Erntetage: Mangold

Wenn man weiß wie es geht, ist es immer leicht. Bei meinem Bio-Gemüseanbau in unserem Stadtgarten, weiss ich nicht wie es geht, und es klappt trotzdem wunderbar. Nach fünf Saisonen gibt es zwar viele, die mich um meine Meinung fragen, und diese wirklich schätzen, aber ein Gemüseprofi bin ich nicht. Ich kam aus Neugierde ins Tun, und bin dabei geblieben.

Wie sieht denn überhaupt so ein Mini-Mangold-Sämling aus?

Das war nicht nur in der ersten Saison die schwierigste Frage, und dabei nicht ganz unwichtig. Wächst doch das Unkraut deutlich schneller als die Gemüsepflanzen. Wüsste ich nicht wo der Mangold gesät wurde, hätte ich kein Schild und wäre wahrscheinlich auch heute Ahnungslos. Fotos haben mir neben den Pflanzschildern immer geholfen. Trotzdem könnte man die kleinen Baby Pflanzen mit Roten Rüben in diesem Stadium verwechseln.

Meine Saison und Ernte Erfahrungen mit Bio-Mangold

Sobald der Baby-Mangold so aussieht, kann nichts mehr schiefgehen. Und das ist auch

Meine Ernte-Tipps für Dich

Wenn Du Dir nicht sicher bist, warte bis die Blätter diese Größe erreicht haben. Dann ist immer noch ausreichend Zeit den ganzen Sommer lang rundum Unkraut zu jäten und die Erde zu belüften. Ab jetzt kannst Du mit der Schere oder dem Fingernagel die einzelnen Blätter abschneiden oder abzwicken. So bleibt die Pflanze erhalten, kann sich gut entwickeln, und Du hast immer die feinen jungen Blätter. Die kannst Du auch roh essen; wie bei Baby-Spinat.

Die Regenbogenfarben-Sorten des Mangold machen meiner Meinung nach im Geschmack nicht viel Unterschied. Bei der Größe sehe ich das anders.

Sommergemuese-Selbstversorgerin

In den ersten beiden Jahren habe ich gewartet, und gewartet, und dachte, dass müsste wie im Supermarkt sein.

Meine Saison und Ernte Erfahrungen mit Bio-Mangold als Sommergemuese-Selbstversorgerin | VanportraitKitchen – Wiener Foodblog

Man lernt nie aus. Nein, Du musst nicht warten bis die Pflanze ausgewachsen ist, und sie dann entlang dem Erdreich abschneiden. Kann man machen … Mir ist das zu bitter.

Bei aller Pflege und regelmäßigem Ernten wird es trotzdem im Hochsommer passieren, dass plötzlich die ganze Mangold-Reihe ‚Ernte‘ schreit, und zwar jetzt. An dem einen Abend, an dem Du nur gießen wolltest, oder ein, zwei Gemüsesorten für das Abendessen mitnehmen wolltest. Tja, das ist kein Supermarkt. Da kannst Du nicht einfach sagen, ‚Ich hab jetzt keinen Bock.‘ Wenn Dir an Deinem Gemüse etwas liegt, lässt Du es nicht links liegen, sondern die anderen Pläne.

Das war für mich eine ganz klare Entscheidung nach der ersten Saison.

Ich bin gekommen um zu bleiben.

Ich möchte gerne frisch geerntetes Biogemüse essen. Dafür muss ich auch etwas tun. Bürde ist es keine, Verzicht schon gar nicht. Aber eine ganz klare Entscheidung von Mitte Juni bis Anfang September nicht auf Urlaub zu fahren. Mal 3 Tage, OK. Aber mehr ist nicht drin.

Da kommen dann immer wieder Stimmen,

Ich kann ja für Dich gießen.

Ja, eh. Aber ein Feld ist kein Plantschbecken. Das was zu ernten ist, ernten wäre gefragt. Schnecken einsammeln, auch wichtig. Unkraut jäten, Erde umgraben, plötzliche Schädlingsattacken mit Steinmehl beseitigen, … Lustig, dafür habe ich noch nie jemand gefunden. Gratis-Gemüse? Interessiert niemanden. Man ist ja, wenn es heiß ist am Weg ins Schwimmbad. Naja, Bus fahren bei der Hitze …

Wenn Du eine normale Ernte mit nach Hause bringst, spülst Du den Mangold kurz von der Erde ab, und legst in feucht, wie er ist, auf ein Baumwoll- oder Leinentuch. Rollst alles vorsichtig und locker ein, und lagerst Dein frisch geerntetes Gemüse so bis zu 5 Tage im Kühlschrank. So kannst Du immer einige Blätter entnehmen und verarbeiten.

Im Hochsommer wird das einige Mal nicht funktionieren, da solltest Du Dir schon vorher überlegen, wie Du den Mangold so verarbeiten kannst, dass Du ihn später im Herbst und Winter auch essen möchtest. Ich hab da mittlerweile einige Rezept-Tricks, die Unmengen von frischgeernteten Blättern in handliche Portiönchen verwandeln.

Bio-Mangold als Sommergemuese-Selbstversorgerin

Aber auch wenn man Mangold für die kalten Tage verarbeiten kann, schmeckt es doch frisch am Besten. Deshalb nehme ich am Ende der Erntesaison immer ein paar Pflanzen für zu Hause mit. Sie haben noch jedes Jahr bis zum Anfang der nächsten Saison dafür gesorgt, dass ich auch im Winter immer ein paar Blätter ernten kann. Wenn Dein Blumentopf tief genug ist, kannst Du das auch am Balkon machen.

Am Ende der Saison hat die Wurzel des Bio-Mangold eine stattliche Größe.

Gut geplant, hast Du von Deiner Ernte bis zur nächsten Saison immer vorbereitete Mangold Gerichte schnell bei der Hand. Das hat bei mir 2 Jahre gedauert bis ich so organisiert war. Und es wird jedes Jahr besser und leichter. Ich werde darauf achten, dass ich diese Saison bei meiner Ernteküche öfter Notizen mache, um die dann mit Dir in Rezepten teilen zu können.

Wenn Du am Laufenden bleiben möchtest, trag Dich doch in der Mailingliste ein, um immer am Laufenden zu bleiben.

Anmeldeseite News for Friends

Bisher veröffentlichte Rezepte findest Du in der Rezeptsammlung.

Schmeckt Dir das? Ideen, Anregungen, Fragen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s