Erntetage: Zuckermelonen in Wien

Vor drei Jahren wollte ich ein bisschen Obst auf einer Saisonparzelle wachsen sehen. Die Auswahl ist diesbezüglich nicht sehr groß was einjährige Pflanzen betrifft, die man frühestens Mitte Mai auspflanzt, und die schon nach 2-3 Monaten reife Früchte tragen. Mit meinen vorgezogenen Zuckermelonen Jungpflanzen hatte ich 2016 ganz gute Erfahrungen.

Einen Samen pro Anzuchttopf locker mit einem Finger in die Erde drücken. Heuer habe ich schlicht darauf vergessen mich rechtzeitig um Samen und die Anzucht zu kümmern, und letzte Woche schnell noch eine Jungpflanze gekauft. Gar nicht zu spät, weil Auspflanzen ins Freiland frühestens ab Ende Mai nach den Eisheiligen, empfohlen wird. Die Bodentemperatur sollte nämlich nicht mehr unter 10 Grad bekommen. Eine Melonenpflanze hat gleichzeitig weibliche und männliche Blüten. Da Bienen von Blüte zu Blüte wandern ist die Bestäubung daher kein Problem, auch wenn Du nur eine Pflanze einsetzt.

Vom Melonen entspitzen habe ich zwar gelesen, halte ich aber für entbehrlich. Hingegen die Spitze zu kappen, sobald fünf Melonen an einer Pflanze wachsen, macht Sinn. Alles andere wäre zu viel für sie.

Etwas schwierig ist die hohe benötigte Menge an Wasser und gleichzeitig keinen nassen Boden zu produzieren, das bekommt den Früchten nicht gut, und die Blätter sind schnell einmal mit Mehltau befallen.

Schwebend?

Nur ist das hier mit einem Rankgerüst wegen dem Gewicht nicht so leicht wie bei Gurken. Da suche ich noch nach einer Lösung im Freiland.

Schatten mögen Melonen auch gar nicht. Aber wenn man das alles beachtet hat man gute Chancen, dass die Früchte bis Ende September reif sind bevor die Nächte wieder zu kalt werden.

Reif ist die Melone, wenn Du beim Klopfen ein dumpfes, hohles Geräusch wahrnimmst. Vertrocknete, rissige Stiele sind auch ein Anzeichen für die Reife. Also ab auf den Teller direkt vom Feld!

Also auf eine gute Saison mit Charentais. Ich bin gespannt, und werde natürlich regelmäßig auf Instagram in den Stories berichten.