Achtsam und Geerdet

Das vorige Jahr bestand bei mir aus vielen Learnings. Vielleicht auch ein Schritt zu einem erfolgreichen Leben. Noch weiß ich nicht genau wohin diese Reise genau gehen wird, aber immerhin habe ich immer weniger Ballast, den ich mit mir herumtragen muss. Das tut gut. Lässt freier atmen, und macht generell zufriedener.

Weniger hier, aussortieren da, ein bisschen Zeit für mich, ein Arbeitsumfeld, das zu mir passt. Ja, das sind Wünsche, die unter anderem mein Selbsterntefeld in den letzten Saisonen bei mir hervorgerufen hat. Nach jeder Saison bleibt nachhaltig etwas hängen, und ich verabschiede mich von einer alten Gewohnheit.

Weniger von Allem, bedeutet in unserer Gesellschaft aber auch mehr Arbeit. So einfach ist das gar nicht reduzierter zu leben. Und: man muß ganz klar zugeben: es ist teurer, und zwar ein ganz schönes Stück. Weniger Verpackung bedeutet teurer einkaufen. Wenn man das so aufschreibt klingt es völlig absurd, leider aber Realität. Mitdenken erfordert Zeit, die man bereit sein muß zu investieren, und die man sich fast immer in seiner Freizeit Wegsparen muß. Dabei muß es gar nicht nur die Küche sein.

Bücher aussortieren und spenden ist bestimmt viel aufwendiger als sie in den Restmüll zu werfen. Zum Altpapier bringen ist auch schon mehr Arbeit, und eine passende Stelle zu suchen, wo jemand Freude mit etwas Weitergegebenem hat, erfordert Recherche und einen Plan, Koordination und Vorbereitung. Und, manchmal auch gute Nerven, wenn die Antwort lautet: „Spenden Sie besser Geld, dann können wir besser das kaufen, was benötigt wird.“ Das ist mir leider schon öfter passiert. Ich lerne damit umzugehen, und versuche mich an positiven Beispielen zu orientieren.

Eine meiner neuen Begleiter in der Küche sind: Pfeffersack & Söhne. Lange habe ich die hübschen Gefäße bewundert, aber mich gefragt, ob ich wirklich neue Gewürzgefäße benötige. Da ich aber so schöne Weihnachtsgeschenke gekauft hatte, die mit so vielen liebevollen Details versehen waren, wollte ich auch das eine oder andere Stück davon in meiner Küche. Mich hatte auch der informative und ansprechende Online-Auftritt begeistert. Nicht nur, weil keine Pestizide, frei von Schwermetallen und Sporen. Eben einfach eine runde Sache von A-Z; nur Good Vibes. Sogar Gesundheitstipps wie dieser: Super-Rinde Fünf Gewürze, die Dir gut tun!

Zimt wirkt entzündungshemmend und – durch den Stoff Zimtaldehyd – antimikrobiell. Es enthält außerdem Antioxidantien und kann helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Die Super-Rinde verlangsamt das Aufspalten der Kohlenhydrate im Darm und Du bleibst länger satt. 

Das sind Inhalte, die man als Kunde gerne lesen möchte. Auch hier beginnt Nachhaltigkeit. Nämlich, nicht anderen Menschen ihre Zeit zu stehlen in dem man ihnen Mehrwert auf einem Link verspricht, der dann nur eine Aneinanderreihung von Werbebotschaften enthält und Nichts mit dem angekündigten Thema zu tun hat. Respektvoll mit der Zeit unserer Mitmenschen umzugehen ist leider ein rares Gut geworden. Daran wird auch der neue Datenschutz nichts ändern. Außer, dass Menschen wie ich weniger verlinken, weil ich einfach keine Lust auf diese Anfeindungen und Beschuldigungen jeglicher Art habe. In Selbstverantwortung agieren und wieder ab und an Notizen machen ist meine Antwort darauf.

Die Fotos entstanden in den letzten Tagen in meinem Garten, der mich lange an mir zweifeln ließ, ob ich je eine Pflanze zum Blühen bringen kann. Fast 2 Jahrzehnte später, weiß ich, „Gut Ding, braucht Weile.“ Ein lehmiger Boden und der falsche Standort einer Pflanze können jedes Wollen vereiteln. Achtsam die Pflanzen beobachten, und Geduld haben.

Stay Grounded!

XOXO V.

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