Kalifornische Riesen Farbklekse im Gartenbeet

Nicht nur im Berufs-Alltag, auch im Garten ist Flexibilität gefragt. Was einige Jahre funktioniert kann morgen plötzlich vorbei sein. Auch mein Blumenbeet hat mich das mehrfach gelehrt.

Ein Jahrzehnt habe ich aus 100 winzigen Buchsbäumen unseren Familiennamen hochgezogen; jährlich den Johannistag Ende Juni herbeigesehnt, nach dem man mit dem Formschnitt beginnen darf. Dann kam der Buchsbaum-Zünsler und es blieben nur mehr traurige Stämmchen übrig. Ein mediterranes Kräuterbeet sollte am sonnigsten Ort gut klappen, als Zentrum ein Rosmarinbusch. Alles gedeihte prächtig fror nicht auf, und machte mir als verlängertes Kräuter-Regal mächtig Freude beim Kochen. Plötzlich war der Rosmarinbusch ein Riesenmonster und nicht mehr zu bändigen. Alle Bemühungen Rosmarinzweige zu verschenken, die Biotonne zu bedurften, Kräuterkissen herzustellen, halfen nichts. Es wurde immer mehr, und eines Tages brach er entzwei. Übrig blieben kleine Kräuterbüsche und zwei Mini-Olivenbäume. Ganz nett, aber etwas karg, und nur grün.

2 Pfingstrosen waren lieb gemeint, aber die Blühdauer ist halt recht kurz. Und dann fand ich im Bio-Markt Samen von Kalifornische Riesen Zinnien, die bis zu 80cm hoch werden sollten, Rückschnitt mögen, stabil sind, und von Juni bis Oktober blühen. Das war doch einen Versuch wert!

Und es klappte prima. Wild eingestreut, und fertig. Die Riesenblüten kamen in Pink und Pastelltönen und machten wie angekündigt bis zum ersten Frost Freude zwischen Thymian, Lavendel und Co. Ob ich die Samen richtig entnommen und getrocknet habe, wird sich herausstellen. Ich habe sie vor einer Woche kurz vor dem Regen wieder ins Beet gestreut.

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