Easy: Superfood Granola selbst machen

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Eine Weile war ich ja diesen Superfood-Pulvern gegenüber recht skeptisch. Aber hat man es einmal in einem vertrauenswürdigen Bio-Laden probiert, und ordentlich erklärt bekommen, hält man Marsmännchen-grünes-Frühstück plötzlich für unentbehrlich.

Was 2014 ein No-Go, 2015 ein hippes Highlight, und 2016 Wie konnte ich je ohne?, entpuppt sich 2017 zur Routine. Wie so oft.
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Und wie so oft stört mich etwas an Fertigprodukten. Nicht weil sie fertig sind, und ich Zeit sparen könnte. Aber am Geschmack möchte ich nicht sparen, und an der Qualität schon gar nicht. Mittlerweile treffe ich sogar ab und an Menschen, die das verstehen, und denen es ähnlich geht. Ja, wir verbringen unheimlich große Teile unserer Freizeit damit etwas selbst zu machen, das scheinbar an jeder Ecke käuflich zu erwerben ist.

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Scheinbar. Wie so oft trügt der Schein. Und wer die Situation kennt eine fesche Müsli Packung begeistert am Regal entdecken, und dann die traurigen Augen, wenn man die Packung auf das Kleingedruckte überprüft hat … #sadface

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Ich habe mir also versucht zu merken, was man mir bei Bagels&Beans in Amsterdam beigebracht hat. Ein Frühstückslädchen und Kaffeerösterei der feinsten Sorte mit jeder Menge Filialen, und seit 20 Jahren erfolgreich mit grünem Denken. Habe mein uraltes Fünf-Elemente-Kochbuch von Barbara Temelie hinausgekramt, und mit einigen Angestellten in Bio-Läden, die Superfood verkaufen, gesprochen. Irgendwann hatte ich dann auch diverse Schachteln und Dosen beisammen, und beachtete die wichtigste Regel:

Hör auf Deinen Bauch!

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Auf den Fotos sieht es ein bisschen so aus, als ob ich Granola im großen Stil verkaufen möchte. In Wahrheit ist das etwas für Menschen, die mit Mini-Portionen nicht klar kommen. Denn: Meine gebackenen, gerösteten Haferflocken und Nüsse wurden nach dem Abkühlen mit aufgepopptem Amaranth in einer grossen Schüssel mit einem Holzkochlöffel gemischt. Erst danach beginnt das Pulver Abenteuer. Aktuell mag ich gerne dazu: grünes Weizengrazpulver, Chia Samen, rotes Beeren-Smoothiepulver und Rosenblütenzucker. Goji Beeren kann ich sowieso immer, aber bis vor Kurzem hatte ich sie immer mit einem Küchenmesser zerkleinert. Jetzt bin ich auch hier umgestiegen und verwende das Pulver. Zum Beißen gibt es dennoch genug, weil ich die Haferflocken und Nüsse nicht mahle! Und schau her! Auch der Rest der Familie bedient sich aus den Granola Dosen. Wobei hier schon wieder die Frage auftaucht: Ist das überhaupt noch Granola? Uns egal! Es schmeckt, und ist gesund. Rezeptangaben gibt es hier bewusst keine, weil es wirklich eine Geschmacksfrage ist, wieviel von welcher Zutat Du nimmst. Auch das Verhältnis Amaranth-Haferflocken ändere ich von 1/3 bis zu 1/2, je nach Saison und Lust und Laune. Da ich keine Milch trinke (auch keine Ersatzprodukte wie Hafer oder Reis), nehme ich ausschliesslich Joghurt. Ich kann aber von meiner Tochter berichten, dass man auch durchaus mit Milch einen guten Geschmack erzielt. Du siehst: Fast Alles ist möglich!

Kitchen: Open 24 Hours – self service, enjoy!

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