Ein Hauch von Luxus in jedem Regal.

Ein Hauch von Luxus in jedem Regal. Das ist Meinl am Graben in Wien in Twitterlänge.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Der tägliche Einkauf im Supermarkt hat keinerlei Charme. Aber ohne Zeitdruck kann ein Besuch in einem Lebensmitteltempel genauso viel Spaß machen wie Schuhe kaufen.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Ich kann mich an keinen Urlaub in den letzten zwanzig Jahren erinnern, indem ich nicht mindestens einmal einen ausgedehnten Spaziergang zwischen Obst, Kuchen und Gewürzregalen verbracht habe.
Europäische Großstädte haben da einiges zu bieten. Copenhagen war hier ein Highlight und der erste Urlaub bei dem mein Koffer am Rückflug praktisch nur mit Lebensmittelsouvenirs gefüllt war. Die Köingsstadt hier ist für mich aber immer noch London. Auch wenn ich nie an Harrods Vorbeigehen kann schlägt mein Herz dennoch für Fortnum & Mason. Ich könnte hier nicht nur Stunden, sondern Tage verbringen; für mich der Inbegriff von zeitgemäßem Design mit Respekt für Tradition und Geschichte.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.
Aber die meiste Zeit des Jahres mache ich keine Ferien und kann mich auch in Wien sehr gut versorgen. Ein kleines Extra findet sich immer wo, das den Alltag noch ein bisschen schöner macht.
Seit ich denken kann war es immer etwas Besonderes ab und an mal bei Meinl am Graben vorbei zu schauen. Da ich drei Jahre praktisch um die Ecke gearbeitet habe, war das damals fast täglich meine Anlaufstelle in der Feinkostabteilung. Ehrlich gesagt, war das aber noch zu einer Zeit, in der ich Single war und Kochen ein echtes Fremdwort. Zu diesem Zeitpunkt bestand meine Küche aus 2 Unterschränken ohne Backrohr, und einem Glasregal, das nur aus optischen Gründen zur Deko montiert wurde. Also versorgte ich mich in der Feinkost oder aß im Restaurant. Mit Familie am Stadtrand ist das etwas anders. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit dem Auto meine Lebensmitteleinkäufe erledigen kann, denn zu Fuß könnte ich mir gar nicht vorstellen, wie ein Esel bepackt, unterwegs zu sein. Auch einer der Gründe warum ein Besuch am Graben eher selten an der Tagesordnung steht. Deshalb kam die Einladung, an einem Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Österreichs teilzunehmen, wie gerufen und ich genoss mit einer kleinen Foodblogger-Gruppe 3 Stunden das geschichtsträchtige Haus einmal von einer ganz anderen Seite. Was mir zum Beispiel ganz neu war, dass doch erstaunlich viel im Haus selbst produziert wird. Einer der 200 Mitarbeiter des Hauses, Herr Herzog, seines Zeichens Wurstspezialist, gewärte uns Einblick in seine wöchentliche Bratwurstproduktion. Ich hatte schon Wurst produziert und weiss, dass das durchaus machbar ist, aber dass es auf die Qualität und Mischung der Zutaten ankommt. Ein Gewürz hier und da kann dann eine Wurst zum Weltklasse Abendessen machen. Schau, hätte ich früher gewusst, dass Mittwoch Wursttag bei Meinl ist, hätte ich vielleicht gar nicht kochen lernen müssen 😉

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.
Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Ich bin ja mehr so der Kaffee und Kuchen Typ. Schon beim Eingang zum Café im Erdgeschoss fühl ich mich wie zu Hause, wenn es nach Kaffee duftet und die gleichen Hänge-Lampions aus Rohseide von Peter Wylly wie bei mir im Speisezimmer sehe.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Den Torten in der Patisserie habe ich bis heute leider keine Beachtung geschenkt. Das soll sich ändern, denn es werden nur Freilandeier verwendet. Man findet im Haus nur artgerecht produzierte Eier aus Freilandhaltung, auch in der hauseigenen Gastronomie und Patisserie werden nur mehr Toni’s Freilandeier eingesetzt. (mehr: hier) Da kann ich ja ruhig auch einmal die Makronen-Schalen fertig hier kaufen, und muss mich nur mehr um die Füllung kümmern, statt alles selbst zu machen.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Wo Kuchen ist, ist Marmelade nicht weit. Ich hätte schon wieder 5 Gläser kaufen können. Da hat Meinl wirklich ein Sortiment zu bieten, das seinesgleichen sucht. Und wie ich schon in meinem Sisi-Pomeranzen Artikel erwähnt habe (hier), erschrecken mich die Preise da ganz und gar nicht.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

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Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Selbstverständlich war ich als leidenschaftliche Salzsammlerin gespannt was sich neues im Salzregal getan hat. Bei bis zu 18.000 Produkten und bis zu 4.000 neuen Artikeln im Jahr darf man da schon hoffen, dass sich ein neues Goodie für mich findet. War auch so: Die beiden Spanier kannte ich noch nicht:

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Es hilft nichts. Ich werde mir zu dem Hauch von Luxus einen Vormittag frei zu nehmen, auch noch einen Parkplatz in der Tiefgarage gönnen müssen. Denn auch bei den sauren Einmachgläsern war so einiges dabei, das ich demnächst unbedingt ausprobieren möchte. Gegrillte, rote Paprika ist etwas, dass ich auf dem Sofa weit lieber esse, als eine Packung Chips.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Bei ‚Freude am Kochen‘ findest Du noch mehr Fotos und ein paar geschichtliche Details und Anekdoten, die uns Geschäftsführer Mag. Kaubek aus der Zeit bei Rewe und Billa während dem Spaziergang erzählt hat (hier).

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

Julius Meinl am Graben
1010 Wien
Montag – Freitag 8.00 bis 19.30 Uhr
Samstag 9.00 bis 18.00 Uhr

Meinl am Graben. Ein Rundgang durch eines der letzten Traditionshäuser Wiens.

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