Rezept: Wie aus Madeleines Julias wurden

Julias Rezept

Marcel Proust widmete in ‚Auf der Suche nach der verlorenen Zeit‘ den Madeleines mehrere Seiten, weil ihn der Geschmack an seine Kindheit erinnerte. Und so hat jeder von uns seine ganz bestimmten Assoziationen mit Gerüchen und Erlebtem. Ich arbeite stetig daran meiner Tochter auch solche Geschmackserinnerungen für die Zukunft zu bieten.

Julias Rezept

Nun war sie in den Sprachferien zwar begeistert von Land, Leuten und Pubs, aber nicht so sehr vom Essen. Da wollte ich ihr doch etwas ganz Besonderes zur Willkommens-Jause backen. Sie liebt es, wenn es beim Heim kommen nach Frischgebackenem riecht.

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Und sie liebt Madeleines, Gugelhupf und Haferflockenwaffeln. (Auch andere Dinge, aber die sind jetzt gerade nicht relevant.) Den Wiener Kuchen-Klassiker gab es schon so oft als Willkommensgruß. Waffeln haben wir jeden Samstag zum Frühstück. Also machte ich mich daran alles zu verbinden um einen neuen Lieblingskuchen zu kreieren. Das benötigte gar nicht so viele Versuche.

Julias Rezept

Und so wurden aus Madeleines dann Julias:

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Die Mini-Gugelhupfformen waren Pflicht. Meine Tests machte ich in kleinen Muffinförmchen, was auch gut klappte. Aber das finale Produkt wurde dann besser als die Generalprobe, mit folgenden Zutaten:

Julias Rezept

Alle Zutaten auf gleiche Zimmertemperatur bringen. Eier, Zucker und Honig schaumig rühren. Mehl, Haferflocken und Backpulver verrühren und unter den Ei-Zuckerschaum heben. Ein bisschen Fleur de Sel einstreuen und die zerlassene, auf Zimmertemperatur erkaltete Butter tröpfchenweise dazu rühren. Ich backe die Julias bei 150 Grad/Heissluft etwa 12-15 Minuten.

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Der Aufwand war zum einen kein Aufwand, aber die Arbeit hat sich gelohnt, und die kleine Haferflocken-Sandkuchen-Gugelhupfe kamen super an. Ich bin nicht nur die Beste Mom, ich habe auch die beste Tochter! Sie brachte mir irisches Fleur de Sel als Mitbringsel für meine Salzsammlung mit.

 

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