Hotel Mama Closed #3 und einer der schönsten Strände weltweit

 

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Mittlerweile sieht mich das Boutique Hostel Forum als Inventar. 3 Nächte, da lernt man sich schon kennen 😀

Die Angst, die Älteste zu sein, war schnell vergessen. Im Gegenteil. Hauptsächlich Alleinreisende zwischen 35-50. Teenies sind hier eher die Minderheit. Die Maximalaufenthaltszeit beträgt allerdings 1-2 Nächte. Meist überhaupt nur ein paar Stunden. Duschen, schlafen, Rucksack neu packen, weiter.

Mit Katalonien hatte ich ein Bier, mit Campridge eine Pizza, mit der Brasilianerin hab ich Email- Adressen getauscht nachdem sie mir von ihren Erfahrungen am (kompletten!) Jakobsweg erzählt hatte, der Italiener war nur 4 Stunden im Zimmer. Gestern Abend kamen 2 Brasilianer an, die heute morgen noch früher als ich aufstanden um zu den Plitvicer Seen aufzubrechen. Mal sehen, ob sich im gerade frei gewordenen Bett, jemand von der 30 köpfigen Folklore Gruppe, die gerade ankam, einquartiert.

Ich hatte mich darauf eingestellt allein Zadar und seine Umgebung zu erkunden und dabei ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Es kam anders. Allein für sich ist man in einem Hostel nie. Die Umgebung zu Fuß erkunden, gestaltet sich hier etwas schwierig. Denn man kommt nicht weit. Ich hab’s probiert. Das Ende ist sehr nah. Der Busbahnhof unsexy. Die Buspläne in die nächsten Orte noch mehr. Und fragt man die Einheimischen raten sie ab, denn man wäre zu Fuß schneller. Nach 2 Tagen hatte ich alles abgelaufen. Die berühmte Feigentorte hatte ich auch gefunden, den Bio-Supermarkt, die Post, den Markt, die Antiquitätenhalle, die Lounge-Bar im Park, Salzblüten für meine Salzsammlung und Geschenke für die Lieben.

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Was jetzt? Strände Fehlanzeige bzw. verstehe ich etwas anderes unter einem schönen Strand an dem ich mehr als 10 Minuten verbringen möchte.

Also machte ich mich am Hafen auf die Suche nach einer Bootstour, die das Problem aus der Welt schaffen sollte. Mindestens 20 Anbieter offerierten mir genau 3 Optionen, nur einer einen Traumstrand. Also auf nach Sakarun, einem der schönsten Strände der Welt. Um 7.30 ging’s los. 4 Stunden Auf einem Kahn durch die Nachbarinseln. Ein kleiner Zug ersparte uns ein Hügelchen von 800 Metern zu erklimmen. Was dann kam verschlag mir die Sprache. Einer der hässlichsten Strände meines Lebens. Zugegeben, der Ausblick auf die Boote und Yachten im glitzernden türkisen Meer war zauberhaft. Der Strand ein Albtraum. Die Bar süss, aber mit 2 Dixi Klos für gefühlt 1000 Menschen ausgestattet war gleich klar, dass ich oben garantiert keine Flüssigkeit einfüllen würde, wenn ich sie dann nicht mehr loswerden konnte. Knappe 3 Stunden in dieser Steinhölle gefangen. Eine Frankfurter Familie hatte mit meinem entsetzten Gesicht erbarmen und bot an mich zu unterhalten. Schwimmen war ich. Check. Und dann holte ich mir einen Sonnenbrand der seinesgleichen sucht.

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Die Bootsfahrt war nicht lustig aber schön. Bloss dafür hätte ich mich auch ins nächste Linienschiff setzen können. Um 19h war der Spuck vorbei. Die Folgen des Sonnenbrands blieben.

 

Teil 5. Abschied.
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