In die Food Fotografie hinein geschnuppert

Ich mache Schnappschüsse, manchmal ganz gute, aber was ich mit der Kamera tue weiß ich nicht nur nicht genau, sondern gar nicht. Fragt man mich nach meinem Equipment antworte ich nicht selten mit „2 schwarze Kameras. Eine gross, eine klein und mein iphone.“ Total peinlich, und da hatte ich mir schon in der Vergangenheit von ernsthaften Nachwuchs-Fashionblogger-Journalistinnen böse Blicke zugezogen, denen meine Offenheit bezüglich meiner Unzulänglichkeit gar nicht in den Kram passten. Aber „that’s me“.

Ausflug in die professionelle Foodfotografie

Ich liebe Schnappschüsse und habe oft ein gutes Auge für das Motiv mit dem ich mich mitteilen möchte, und das ich dann selbstlos im Web teile. Und es gibt einige, die sich darüber freuen. Soweit zu meinen Fotografie-Kenntnissen.

Nun ist es aber so, dass ich seit meiner Schulzeit von Fotografen umgeben war. Um mich herum gab es immer eine Foto-Klasse. In der Schule, während des Studiums, später bei Weiterbildungen, bei Blogger-Veranstaltungen und auch in unserer Siebdruckwerkstatt teilen wir uns den Platz mit Fotografen und einem Foto-Studio. Seit ich mich intensiv mit dem Thema Food-Blog beschäftige, scheint es überhaupt so zu sein, dass Fotografen, die gerne Kochen Food-Blogger werden. Kann aber auch eine subjektive Einschätzung meinerseits sein, weil ich seit einem halben Jahr verstärkt darauf achte. Den Verdacht lasse ich jetzt trotzdem so im Raum stehen.

Ausflug in die professionelle Foodfotografie

Es half alles nichts. Ich musste einen Fotoworkshop besuchen. Ein Studium sollte es nicht sein, und ein Semesterkurs war mir auch zu lang. Ich habe sowieso schon genug Leidenschaften, die massig Zeit verschlingen. Gut Ding braucht Weile und plötzlich war das Richtige da.

Cliff Kapatais von Pixelcoma bot einen Samstag-Workshop in Food Fotografie an: Ein Sommer-Special mit Frechen Früchtchen. Ich kenne Cliffs Foodblog schon eine Weile und finde auch seine rockigen Konzertfotos richtig gut. Zudem bekam ich schon einmal eine 1-stündige Kostprobe, wie er so als Lehrer ist, beim Foodcamp 2013.

Ausflug in die professionelle Foodfotografie

Ich war total aufgeregt als ich die Lightbox Academy betrat: mit Recht. Die Runde schien sich für technische Details zu interessieren, und dann war ich auch noch die einzige weibliche Teilnehmerin! Dann kam dazu, dass ich Workshops ja immer ein bisschen von der heiteren Seite nehme, aber da ich diesmal mit 0 Vorkenntnissen ankam, verkniff ich mir lustige Scherze und spitzte zur Abwechslung einmal die Ohren und verwendete meinen Bleistift für Notizen. Die Theorie Stunde war jetzt gar nicht so uninteressant und die Herren stellten sich als durchaus hilfsbereit und gut erzogen heraus. Niemand witzelte über meine Unwissenheit. Man half mir mit meiner Kamera und beantwortete geduldig meine Laien Fragen wie „Wo ist der ISO Knopf?“.

Ausflug in die professionelle Foodfotografie

In Zweierteams gab es dann auch schon Frühstück. Müsli mit Beeren. Essen war nicht drin, aber fotografieren. Ludwig war der geduldigste Team-Kollege aller Zeiten und machte mir die Food-Fotografie zusätzlich schmackhaft. Ich hätte ja nach dem ersten Aufbau des schwarzen Fotosets direkt den Tag beenden können. Denn ich war so begeistert von meinem Foto, dass sich der Tag für mich schon gelohnt hat.

LICHT is KEY. Nicht nur a Bisserl! Richtig Fett.

Ausflug in die professionelle Foodfotografie

Aber natürlich bin ich nicht gegangen, sondern hab mit den Foto-Rockern weiter gemacht. Gleiches Motiv, aber weißes Set. Was danach kam, war wie eine Erleuchtung. Nichts ist wie es scheint und praktisch alles ist möglich, wenn Du Deinen Fotoapparat beherrscht. Und das wird jetzt eine Weile in meinem Blog-Header zu sehen sein, weil ich die Ergebnisse richtig scharf finde.

Ausflug in die professionelle Foodfotografie

Rotwein, der aus dem Glas kippt. Kirschen, die ins Wasser plumpsen. Eine Himbeere kommt in einem Champagner Glas an …

Ausflug in die professionelle Foodfotografie

Und langsam glaub ich, dass ich doch einmal in das Handbuch rein lesen werde. Denn die Hauptmotivation für diesen Tag war meine Blog Kategorie „Das kleine Extra“, in der ich Lebensmittel, die mir am Herzen liegen, vorstelle, allen voran meine Salzsammlung, die in der Via Salaria eines Tages in Wort und Bild ein Nachschlagewerk des weissen Goldes werden soll. Nicht zuletzt meine handgedruckten Geschenke, die auch gerne ins rechte Licht gerückt werden wollen. Cliff hat mir da wirklich die Augen geöffnet was möglich ist. Ob ich im November schon so weit bin den bereits angekündigten Advanced Food Photography Workshop zu buchen? Wir werden sehen … Die anderen Jungs, die mitgemacht haben, sind auf jeden Fall so weit. Seht mal in ihre Fotogalerien.

und Cliffs Food-Blog zeigt nicht nur, dass er weiß wie’s geht, sondern hat auch eines meiner liebsten Sommer-Kuchenrezepte geschrieben. Marillen Fleck: Razorsharprecipes

Ausflug in die professionelle Foodfotografie

Wenn Ihr je einen Foto-Workshop machen wollt, kann ich Cliff wirklich empfehlen. Auch oder besonders, wenn Ihr Angst vor Blamage habt. Ich war da wirklich gut aufgehoben.

Ausflug in die professionelle Foodfotografie

 

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Ein Gedanke zu “In die Food Fotografie hinein geschnuppert

  1. Das spricht mir aus der Seele, und deshalb war ich auch im Frühling bei Cliff. Das war sehr erkenntnisreich, und so manches versuch ich auch umzusetzen. Leibe Grüße aus Salzburg, Claudia

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