Wie ich mit dem Foodcamp und der Coolinary Society mitwachse

Es gibt Themen, aber auch Veranstaltungen, mit denen man mitwächst. Ein Liebesbrief und großes Dankeschön an Menschen, die sich Gedanken machen.

Wie ich mit dem Foodcamp und der Coolinary Society mitwachse

Als ich vor 12 Jahren meinen ersten Kochkurs besuchte, weil das mit dem Fisch braten einfach nicht von allein funktionieren wollte, war die Herausforderung einen Kurs zu finden, mindestens gleich gross wie meine Unzulänglichkeit. Ich wuchs mit der Aufgabe und mit den Jahren wurde ich eine ganz ordentliche Laien-Köchin. Jamie Olivers Koch-Shows taten da keinen unwesentlichen Beitrag. Obwohl die Koch-Shows im TV immer mehr wurden, schien der Trend, sich mit Lebensmitteln, ihrer Herkunft und Zubereitung, aber bis vor 3 Jahren in Österreich ziemlich still zu sein. Deshalb klammerte ich mich an die wenigen Möglichkeiten, die mir geboten wurden und besuchte im September 2012 eine kleine Barcamp Veranstaltung in einem Küchenausstatter Showroom, mit dem Namen Foodcamp Vienna. Es gab tatsächlich etwa zwei Dutzend Menschen mitten in Wien, die voller Leidenschaft einen Samstag lang ausschliesslich über Neuigkeiten und Erkenntnisse rund ums Essen sprachen. Der Beginn einer neuen Area.

Wie ich mit dem Foodcamp und der Coolinary Society mitwachse

Ich war damals ausschliesslich in der englischen Lifestyle-Bloggerszene mit meinem Blog Windows of Vienna verankert und vernetzt, und staunte nicht schlecht, dass die deutsche Sprache auch im World Wide Web – und das zu einem (damals) Nischenthema – einen wachsenden Platz einnimmt. Spätestens nach dem grossartigen 2. Foodcamp 2013, mit 3x so vielen Teilnehmern wie im ersten Jahr, war für mich dann auch klar, dass ich, als täglich kochende Wienerin (so oder so 😉 ), die einen grossen Teil ihrer Zeit damit verbringt gscheite Nahrungsmittel zu finden und zu verarbeiten auch einen eigenen Platz im Netz brauche, wo ich mich austauschen und mitteilen kann. Und so entstand dann im Oktober 2013 während des Foodcamp Ablegers Baking Atelier mein Wiener Foodblog VanportraitKitchen so wie Ihr ihn jetzt hier findet.

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Die selbstverständliche Teilnahme am Foodcamp Vienna, der mittlerweile größten deutschsprachigen Foodblogger Konferenz, ist aber dadurch nicht gewährleistet. Der Andrang zur Anmeldung (!) war in diesem Jahr so hoch, dass (wenn ich mich Recht erinnere) die 80 verfügbaren Plätze, in etwa einer Stunde nach Email-Ankündigung, vergeben waren. Zugegeben nicht ganz unschuldig dabei: die gigantischen Goodiebags der Sponsoren. Das macht der Coolinary Society nicht so schnell wer nach. Und das Interessante dabei: Die Geschenke sind sinnvoll und werden (durch Fotos nachweisbar) ständig von den Teilnehmern verwendet. Ich bin da keine Ausnahme. Gut nachvollziehbar, weil die Projekte, Produkte und Geräte während den Foodcamp Sessions so gut präsentiert und vertreten werden, so dass man zu Hause dann ganz genau weiß was man da in der Hand hält oder was einen erwartet. Dies trifft genauso auf andere Themen zu wie Reisen. Ich hätte wahrscheinlich Kopenhagen nicht auf meine Top-Reiseliste gesetzt (dazu in den nächsten Wochen mehr hier am Blog), wenn mich nicht 2012 Katharina Seisers kulinarische Reise durch die dänische Spitzengastronomie so fasziniert hätte. Ich hätte mir vermutlich niemals das erste Fool Magazin gekauft, und wahrscheinlich auch nicht Noan Öl, um nur einige Beispiele zu nennen. Andere Dinge bestätigen sich wiederum, wie z.B., dass ich als einzige Erinnerungen meiner verstorbenen Oma, ihre Riess Pfannen mitnehmen wollte.

Wie ich mit dem Foodcamp und der Coolinary Society mitwachse

So kann ich mir jetzt schon vorstellen, dass ich mich 2014 deutlich mehr mit Pfeffer beschäftigen werde, und zum ersten Mal nach einem Jahrzehnt in meiner Küche ohne Frittieren – weil ich diese Unmengen an Fett einfach unappetitlich finde und der Gestank selbst mit Hilfe von Lampe Berger kaum zu bändigen ist, ich das Öl niemals ein 2. Mal verwenden würde, aber auch nicht auf die Idee komme es wegzuwerfen, da könnte ich ja gleich ganz auf die Mülltrennung verzichten – mich an die ungeliebte Methode, mit meinem Masterpiece aus der Goodiebag, dem Philips Airfryer, wage. Ein erster Versuch fand natürlich schon statt. Die handgeschnittenen, fettfreien Pommes Frittes gelangen gut, aber sind noch ausbaufähig bis sie an das Rezept von Gwyneth Paltrow in „My Father’s Daughter“ herankommen.

Wie ich mit dem Foodcamp und der Coolinary Society mitwachse

Und so kann ich nur hoffen, dass man The Coolinary Society mit weiteren Konzepten beauftragt um gute Ideen und Produkte den Menschen vorzustellen, die sie schätzen und die positive Kunde weiterverbreiten und andere damit anstecken.

Wie ich mit dem Foodcamp und der Coolinary Society mitwachse

Denn:

Es geht ums Ganze.

(wie ein Titel meines Gastbeitrags 2012 über die erste FairFair in Wien lautete. Leider nur mehr hier abrufbar: click)

Wie ich mit dem Foodcamp und der Coolinary Society mitwachse

Impressionen findet Ihr unter anderem unter folgenden links:

Wie ich mit dem Foodcamp und der Coolinary Society mitwachse

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3 Gedanken zu “Wie ich mit dem Foodcamp und der Coolinary Society mitwachse

  1. Na das ist ja eine wunderbare Liebeserklärung an die zwei tollen Veranstalterinnen! Find ich sehr schön, was du da geschrieben hast.

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